Dithmarscher Dunkel

 

Dunkel. Rotdunkel. Golddunkel. Zu dunklem Bier gehören dunkle Etiketten; die dunkle Seite der Macht. Die Rückseite erklärt den Kreis Dithmarschen (meine Heimat; und mein erster Brauereibesuch war in der Brauerei Karl Hintz. Damals, vor vielen Jahren... den offenen Gärbottichen, über denen wir liefen... hehe) im Großen und Ganzen.

Geruch: nach dunklem Röstmalz (aber tiefdunkel), leicht süßlich. Weniger Dunkel dann die Farbe: blass dunkel trifft es am besten. Ein Bier mit Durchblick sozusagen. Dafür begeistert, typisch für Biere der dunklen Art, die Blume: Steif, fest, cremig, feinporig. Bestleistung, so muss es sein; bis Testende schäumt eine dicke feinporige Schaumschicht auf dem Bier.

Den Antrunk bestimmt das Röstmalz. Süßlich und würzig kommt es daher - ungewöhnlich. Malz der würzigen Art und eine Spur Getreide + leicht süßliche Anklänge bestimmen den Mittelteil und stimmen ein auf den Abgang. Der Abgang ist geprägt von Röstaromen, die fast lakritzartig daherkommen, eingebettet in natürlichem Hopfendolden. Im Nachhall kämpft sich das Röstmalzaroma durch und besteht herb. Würde sagen: ein typisch norddeutsches Schwarz-, ähh Dunkelbier nach Pilsener Brauart, derb, dunkel, aromareich.

 

Bilder (anklicken öffnet ein Riesenbild!):

 

Test (c)15.05.2006 by Der Bierfürst