Budweiser Budvar
Rot und golden sticht das Etikett ins Auge. Der goldfarbene Flaschenhals mit nachempfundenem Siegel aus damaliger Zeit präsentiert Einzigartigkeit Edelkeit. Auch die Longneckflasche trägt, eingeprägt, das typische Budweiser Symbol. Und, wußtes ihr, dass Budweiser eine geschützte geographische Angabe ist? Da ist nix mit Fälschung :)
Geruch: leicht seifig, irgendwie chemisch. Farblich gesehen kommt der Tscheche normal gelblich daher, Tendenz hin zum dunkleren gelb. Die Schaumkrone steht schnell und eher grobporig, hält jedoch nur mittelmäßig lange. Möchte cremig wirken und tut dies auch eine kurze Zeit lang. Wenig Kohlensäure.
Der Antrunk ist dann typisch für dieses Bier und zieht sich auch über den ganzen Test hinweg: ein leicht rauchiges, orangensaftartiges Aroma (das von diesen 0.2 Liter Tetrapacks mit ~5% Fruchtsaftgehalt) strömt an den Geschmacksnerven vorbei. Im Mittelteil dann fast neutral und weich, entwickelt sich im Abgang harmonisch die Hopfenherbe; diese hallt auch sehr lange nach (soll sie weg? Einfach noch einen Schluck und das Spiel beginnt von vorne). Einzigartig fruchtiger Geschmack mit moderater Herbe - wohl der Erfolg dieses Bieres. Aber: Ist das Gesöff eigentlich pasteurisiert? Welches deutsche Bier ist bei 5% alc./vol noch 12 Monate nach Kauf haltbar? Egal, es mundet, ist süffig, mild und zurecht ein tolles helles Bier.
Bilder (anklicken öffnet ein Riesenbild!):
Was zur Hölle ist das für ein "Punkt" auf der Krone? War mit im Bier.
Test (c)06.04.2006 by Der Bierfürst